Dienstag, 14. April 2015

Munteinbaik, oder wie heisst das Ding

 Als ich heute in den Keller ging, um mein Rad nach oben zu holen, fiel mir ein kleines,dreckiges Rad auf mit kleinen Rädern und dicken Reifen. Was ist das denn für ein Ding?
Ach was schön!
Schnell mal den Dreck abgeklopft und es kam das zum Vorschein, was Ihr auf den Bildern seht.
Schnell mal das Rennrad daneben gestellt und verglichen:
Kleinere und dickere Reifen, komm ich mit klar.
Federgabel, kann nicht Schaden.
Vorne nur zwei Ritzel, hat das Rennrad auch.
Hinten nur 10 Ritzel, hmm ob ich damit klar komme?

Na, es nütz ja nichts, also blieb mir nur das Ausprobieren. Schnell umgezogen und ab aufs Rad. Komisch, warum passen denn meine Rennradschuhe nicht, die hab ich doch immer an! Ach so, andere Pedale, gar nicht darauf geachtet. Schnell noch die Munteinbaikschuhe abgestaubt und los gings.
Jungfräuliches Grün
Wie von Geisterhand gesteuert sucht sich das komisch Teil ungeteerte, kleine, matschige, mit Wurzeln, Treppen und Stufen gespickte Wege. Auch über umgefallene Bäume wollte es, aber da bekam ich es vorher noch gebremst.
Still ruht der See
Aber so langsam kam alles wieder zurück. Das Ding war dafür gebaut worden. Ich hatte es nur vergessen. Ich hatte auch vergessen, dass durch den Wald fahren und sich dreckig machen auch Spass macht. OK, durch richtigen Matsch so nach tagelangem Regen macht keinen Spaß, aber so ein klein wenig schon!
Nach 63 Kilometern war der Spaß zu Ende.
Wieder sauber habe ich mal schnell gegoogelt, und jetzt bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich wirklich ein Mountainbike, so heisst das Ding nämlich richtig, habe.
Denn Mountainbikes mit kleinen, also 26 Zoll Rädern, sind eine austerbende Rasse.
Man findet fast nur noch Mountainbikes mit 27,5 Zoll oder sogar 29 Zoll großen Rädern.
Ich bin jetzt etwas unsicher, aber ich benutze es weiter. Es funktioniert ja. :-)