Montag, 11. Mai 2015

Tag 11 Weilburg - Aumenau

Bergfest! 11 Tage 221 Kilometer. Für die Anzahl der Tage stimmt es, ob es mit den Kilometern auch passt, da bin ich skeptisch. Rein rechnerisch sollen am Ende ja 430 Kilometer raus kommen. Aber das werden bestimmt ein paar Kilometer mehr.
Heute liefen wir fast nur durch Wald und endlich mal ein paar Kilometer direkt an der Lahn vorbei.
Der Wald war allerdings kein dunkler Fichtenwald, sondern ein lichtdurchfluteter Misch- und Buchenwald. Die Wege im Wald waren fast alle so gewählt,  dass wir oft über weichen Untergrund gelaufen sind. 
Bei vielen Wegen waren Wildschweine als ehrenamtliche Wegepaten eingestellt worden.
Sie haben dafür gesorgt, dass die ersten Zentimeter immer schön aufgelockert waren und der Rest war mit einer dicken Schicht altem Laub bedeckt. Ein Traum!
Die restlichen Wege außerhalb des Waldes verliefen fast immer über Wiesenwege.
Allerdings auf dem Streckenabschnitt  vor Falkenbach und Aumenau muss der ein oder andere Forstwirt nochmal Hand anlegen. Da lagen schon eine Menge Bäume im Weg.
Kurz vor Aumenau ist sogar die Wegführung deswegen geändert, das glaube ich zumindest.
Aber der mündige Wanderer entschied sich dennoch für die Originalroute.
Erstens weil dort keinerlei Erklärung warum die Änderung notwendig war stand, zweitens war die Wegbeschilderung nicht entfernt, drittens wollte ich Beska ein weiters Bad in der Lahn ermöglichen und viertens hätten wir einen schönen Pfad verpasst.
Auf dem Wegabschnitt lagen genau zwei Bäume im Weg und der Harvester hatte wegbildende Maßnahmen durchgeführt, aber da war vorher mehr Turnerei nötig.
Für Beska war es heute schon grenzwertig warm.
Jedesmal wenn sie einen Blick auf die Lahn erhaschen konnte, wollte sie auch in diese Richtung. Dass da zum Teil eine steile Böschung war, schien sie nicht zu stören. An einer Stelle waren dann meine Überedungskünste am Ende. Über einen Wiesenhang ging es runter zur Lahn, ein kurzes Bad, so ungefähr 10 Minuten, und es konnte weiter gehen.
Die letzten Killmeter liefen wir dann durch die Lahnaue. Echt schön hier.
Da beim Hotel Lahnbrücke noch keiner war, haben wir uns auf der Lahnwiese niedergelassen und die Füsse bzw. die Pfoten in die Lahn getaucht.  War ganz schön kalt, aber ein tolles Gefühl.
Kurze Zeit später konnten wir dann das Zimmer in Beschlag nehmen.
Danach noch schnell zum Dorfladen und Hundefutter kaufen und was ist? Genau Montagnachmittag geschlossen.
Mit Todesverachtung wurde dann gerade eben das Trockenfutter runter gewürgt.
Manchmal verliert man und manchmal gewinnen die Anderen.
Morgen schau ich mir mal dem Tebarz sein ehemaliges Eigenheim an!:-)